Yoko Ogawa: Der Duft von Eis.

Hiroyuki schenkt seiner Freundin Ryoko einen Flakon selbstkreiertem Parfums namens „Quell der Erinnerung“. Tags darauf trinkt er eine Flasche reines Ethanol.

Seine Tat ist Ryoko unbegreiflich, weshalb sie sich auf die Suche nach dem Warum macht. Von Hiroyukis Bruder erfährt sie vieles über ihn, wovon sie nichts wusste: dass er ein Mathegenie war, und dass er ein überaus talentierter Eisläufer war. Doch trotzdem er ihr seine Vergangenheit verschwieg, tut das ihrer Liebe zu ihm keinen Abbruch.

Bei ihren Recherchen erfährt sie von einem Mathematik-Wettbewerb in Prag, zu dem er als Jugendlicher mit seiner Mutter reiste. Es war der letzte Wettbewerb, an dem er teilnehmen sollte. Danach war nichts mehr wie zuvor. Er brach die Schule ab und verschwand von zu Hause. Was ist damals passiert? Und gibt es überhaupt einen Zusammenhang mit seinem Suizid so viele Jahre später?

Ogawas neuster Roman ist ein richtiger Schmöker. Einfühlsam geschrieben, dennoch spannend und mit einem tollen Figurenensemble. Wunderbar geschrieben von der ersten bis zur letzten Silbe; die Übersetzung stammt von Sabine Mangold.